Freud und Leid – eine kleiner Wahlrückblick

Am 26.05.2019 haben wir Wildauer*innen unsere neue SVV gewählt. Bei dieser Wahl erhielt ich als Einzelbewerber 2.193 Stimmen. Das ist ein großartiges Ergebnis und ich danke allen, die mir ihre Stimme(n) gegeben haben.

Schaut man auf die rechnerische Sitzverteilung nach diesem Ergebnis, erkennt man, dass die Wähler*innen u.a. wohl wollten, dass das bisherige Mehrheitsbündnis aus SPD und CDU/FDP-Fraktion zukünftig Einzelbewerber*innen oder andere Parteien begeistern muss, um Mehrheiten zu generieren. Allerdings greift an dieser Stelle das Brandenburger Kommunalwahlgesetzt ein, indem es aus Mangel an Personen auf meiner Vorschlags-„Liste“ zwei meiner Plätze unbesetzt sein lässt für die kommenden fünf Jahre. So werden es also nur 20 von vorgesehenen 22 Stadtverordneten sein, die die Geschicke unserer Stadt lenken. Das bedeutet aber auch, dass das alte Mehrheitsbündnis nun statt 10 von 22 Stimmen, 10 von 20 Stimmen innehat. Folglich würde es nun genügen, wenn das Bündnis die Bürgermeisterin überzeugen würde, einem Beschluss zuzustimmen. Ist schon ne verrückte Sache, dieses Kommunalwahlgesetz, bereits wenn es um die strukturelle Benachteiligung von Menschen geht, die Einzelbewerber*innen werden wollen, bevor sie überhaupt kandidieren dürfen (Sammeln von Unterstützungsunterschriften).

Den eigentlichen Fehler habe allerdings ich gemacht. Ich habe es nämlich leider vor dem Stichtag zum Einreichen der Unterstützungsunterschriften nicht geschafft, aus meiner Einzelbewerber-Idee eine kleine Liste von Mitstreiter*innen zu machen, obwohl ich hoffte, dass viele von Ihnen, liebe Wildauer*innen, mir Ihre Stimme(n) geben würden. Ich bitte Sie für diesen „handwerklichen“ Fehler um Entschuldigung.

Nun heißt es, das Beste daraus zu machen, die „Großen“ an ihre Wahlversprechen zu erinnern, die Wildauer Bürger*innen gut zu informieren und zu beteiligen und fünf Jahre das Handwerk zu erlernen, um dann noch besser aufgestellt sein zu können.

 

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